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Buchtipps - Sachbücher

Das Kriegsende am 8. Mai 1945 stellen wir Nachgeborene uns immer als friedlich vor: endlich war all das Schlimme vorbei. Familien fanden sich wieder, es gab zu Essen und Kaugummis, nach langer Entbehrung wieder Kultur, Tanzveranstaltungen und Freude am Leben,  Trümmerfrauen räumten auf, es dauerte nicht lang, bis die Währungsreform das Wirtschaftswunder einleitete. Doch dieses umfassend recherchierte Buch berichtet von Zusammenbruch, Rechtlosigkeit, Gewalt und von einer Welt, die vollkommen aus den Fugen geraten war. Keine leichte Lektüre, aber ein absolutes Muss.

Über Wasser tummeln sich die unterschiedlichsten Menschen und Fregatten in den europäischen Gewässern. Faszinierend wird jedes Objekt beschrieben und kann bestaunt werden.  

Mit eindrucksvollen Bildern und eindringlichen Texten wird in diesem Bildband gezeigt, wie wunderschön und fragil die Unterwasser (hier rund um Südafrika) ist - und es vielleicht bald nicht mehr sein wird.

Christiane Hoffmann macht sich zu Fuß auf einen langen Weg. Sie will die 550 Kilometer, die ihr Vater und ihre Großmutter 1945 auf ihrer Flucht aus dem kleinen schlesischen Dorf Rózyna ( Rosenthal ) gegangen sind, selbst zurücklegen. Sie hat das Gefühl, dass ihr noch eine wichtiges Puzzleteil fehlt, um ihren Vater und auch ihre eigene Geschichte zu verstehen. Sie kennt das Dorf schon seit vielen Jahren und hat gute Kontakte dorthin, aber die Städte und Dörfer, die sie auf ihrer Wanderung passiert, sind ihr fremd.

Paul Maars Mutter ist früh verstorben, er wächst bei seinen liebevollen Großeltern auf. Doch als sein Vater spät aus der Kriegsgefangenschaft heim kehrt, ändert sich sein Leben. Es ist nun geprägt von Strenge und Liebesentzug.  Aus den Kinderjahren bis zum jungen Mann ein berührender Einblick in die künstlerische Entwicklung und auch in die seelische Reife. Paul Maars Erinnerungen sind vielschichtig. Aber vor allem sind sie ein Lobgesang auf die Literatur, die Kindern eine innere Insel als Rückzug bietet. Empfohlen von Katja Müller

Erich Kästners Bücher wurden von den Nazis verboten. Zwar durfte er weiterhin Drehbücher für Durchhaltefilme verfassen, seine Romane allerdings wurden verbrannt. In dieser Situation entschloss er sich, ein geheimes Kriegstagebuch zu führen.

Warum nicht mal ein Sachbuch lesen? Und dann noch eins, bei dem lernen kann, höflicher, und gelassener zu werden / zu bleiben? Der Autor bringt viele unterschiedliche Beispiele aus dem täglichen Leben; sei es privat, auf der Arbeit oder sogar in öffentlichen Debatten. Eine tolle Anregung zur Meisterung des Alltags!

Mitte des 19. Jahrhunderts macht sich Sir John Franklin mit 134 Mann und 2 Schiffen zu einer Arktisexpedition auf, um die Nordwestpassage zu entdecken. 3 Jahre später ist das Schicksal beider Schiffe und ihrer Mannschaften unklar, sie sind verschwunden. Erst nach eineinhalb Jahrhunderten wird das Wrack der HMS Erebus vor der Küste Kanadas entdeckt.

Leider stehen derzeit keine Daten zum Titel zur Verfügung. (9783784356884)

Der wunderschön illustrierte, ja beinahe schon "Klassiker"-Naturkalender von Marjolein Bastin ist auch schon wieder zu bekommen.  Jedes Jahr kann man sich erneut daran erfreuen: die hübschen Zeichnungen und noch netteren Kommentare, die einem so in der Naturwelt begegnen.  Die ganz zarten und entzückenden Beschreibungen von der Pflanzen- und Tierwelt lassen einen auch wieder anders in die Umwelt gucken und zur Ruhe kommen.  Außerdem hat man genug Platz für ein ganzes Jahr zum Eintragen - und entdeckt ja vielleicht auch seine eigene kreative Ader?!

1200 km zu Fuß durch Deutschland, mit sieben Bundesländern vom Norden bis in den Süden in Berührung kommen, davon erzählt Henning Sußebach, Reporter bei der "Zeit", in seinem Buch. Er hatte sich vorgenommen, möglichst wenig Asphalt unter seinen Füßen zu haben (ganz ohne ist in unserem Land nicht mehr möglich). Er meidet Ortschaften und natürlich Städte,