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Jo Browning Wroe, Der Klang der Erinnerung

William Lavery feiert 1966 seine mit Auszeichnung bestandene Prüfung, als Einbalsamierer und Bestatter, als ihn die Nachricht erreicht, dass sich im walisischen Aberfan eine furchtbare Katastrophe ereignet hat. Die Abraumhalde einer örtlichen Kohlezeche ist nach massiven Regenfällen ins Rutschen gekommen und hat 144 Menschen unter sich begraben, darunter 116 Kinder. Man erbittet Hilfe, um die Toten auf die Identifizierung vorzubereiten. Mit zwei weiteren Bestattern aus Birmingham fährt William zum Unglücksort. Auf der Fahrt ruft ein Musikstück schmerzhafte Erinnerungen in ihm wach. Als Chorknabe in Cambridge soll er das Misere singen, doch er versagt. Dieses Ereignis führt zu einem tiefen Zerwürfnis mit seiner geliebten Mutter, so dass er im Haushalt seines Onkels, seines Zeichens Bestatter, aufwächst. Diese beiden Ereignisse beeinflussen ganz entscheidend sein weiteres Leben. Doch irgendwann muss man sich seinen Erinnerungen stellen.

Ein ungewöhnlicher Coming-of-Age Roman mit einem erschütternden Aufhänger, sehr liebevoll und zart geschrieben. Facettenreich wird geschildert, dass die Überwindung der eigenen Schuld möglich ist, wenn man sich mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzt.

Empfohlen von Silke Gutowski

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783458643425
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Kategorie: Romane